Wissensfluss ist gut. Kontext ist besser.

In vielen Organisationen ist gerade viel von Wissensfluss die Rede. Informationen sollen besser zirkulieren, Menschen leichter voneinander lernen und Wissen dort ankommen, wo es gebraucht wird.

Das klingt richtig. Und trotzdem bleibt oft ein Problem:
Es fließt viel – aber nicht immer ist klar, was da eigentlich fließt.

Ist es eine erste Einschätzung?

Eine Erfahrung aus der Praxis?

Ein gültiger Stand?

Oder nur ein Hinweis, der noch geprüft werden müsste?

Genau dort beginnt für mich der Unterschied zwischen Bewegung und Orientierung.
Wissensfluss wird erst dann wirklich wertvoll, wenn sichtbar bleibt:

in welchem Kontext etwas entstanden ist,
worauf es sich stützt
und welchen Status ein Inhalt hat.

Sonst fließt am Ende nicht Wissen, sondern Unsicherheit in besserer Verpackung.


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